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COMUCAP

Im mittelamerikanischen Land Honduras gibt es seit 1993 die Frauenorganisation COMUCAP.
COMUCAP ist die spanische Kurzform von Coordinadora de Mujeres Campesinas  de La Paz oder auf deutsch: Koordinatorin Landarbeiter-Frauen von La Paz. Start dieser Organisation war der Radiobeitrag „Von Frauen für Frauen“. In dieser Sendung trafen sich die Frauen und diskutierten über die Problematiken, mit denen jede einzelne zu kämpfen hatte: zu niedriges Einkommen, zu wenig oder kein Land für den Anbau und Männer, von denen keine Hilfe oder Unterstützung beim Lebensunterhalt zu erwarten war.

Aus dieser Diskussionsgruppe heraus entstand schließlich im Jahr 1993 COMUCAP. Einige Teilnehmerinnen der Radiosendung gründeten in der Stadt Marcala gemeinsam ein Frauenhaus, um sich für die Rechte der Frauen in der Region einzusetzen und legten damit den Grundstein für die Frauen-Kooperation.
Heute ist die Kooperation eine Anlaufstelle und ein sozialer Stützpunkt für viele Frauen aus der umliegenden Region. Hier wird ihnen z.B. in Fragen zum Thema Unterhaltsklagen geholfen, Kurse für Lesen und Schreiben werden angeboten und es gibt regelmäßig Sprechstunden für misshandelte Frauen. Einkommen ist ein wesentlicher Faktor, um sich aus den widrigen Umständen zu befreien. Deshalb bietet die Kooperation COMUCAP den Frauen Möglichkeiten Einkommen zu generieren. Zum einen als Vermarktungsplattform, um die eigenen Waren anzubieten zum anderen über Bildung und Kleinkredite, um Land erwerben zu können und sich einen kleinen Betrieb aufzubauen. Ökologisch einwandfrei angebaute Produkte bilden dabei den Schwerpunkt: Arabica Bio Kaffee, Fruchtweine, Aloe Vera.

Über die Jahre ist die Kooperation ständig gewachsen. In 16 Gruppen sind heute mehr als 250 Frauen Mitglied bei COMUCAP. Aus der Tradition heraus wird eigenes Land an die Söhne vererbt, d.h. die Frauen und Töchter gehen letztlich leer aus. Dies zeigt noch einmal die enorme Bedeutung von gemeinsamen Landbesitz, den COMUCAP über seine Spenden-Hilfen den Frauen bietet. Sie bekommen damit ohne „Landtitel“ die Möglichkeit ein besseres Leben zu führen.
Z.B. durch den Kauf von großen Finca finanziert durch die Spendengelder von COMUCAP zum Anbau von ökologischen Produkten, bewirtschaften die Frauen nun ihr eigenes Land. Die biologischen Produkte beispielsweise Arabica Rohkaffee können sie nun direkt über COMUCAP vermarkten – dort wird ihnen ein fairer Preis garantiert und Aufschläge für besonders hochwertige Bioqualität gezahlt. Mittlerweile gehören 100 Fincas zum COMUCAP-Projekt.
Waren sie früher darauf angewiesen an „vorbeikommende fliegende Händler“ zu einem sehr niedrigen Preis zu verkaufen so hat sich dies grundlegend zum Positivem verändert. Oft mussten sie früher auch die Kaffeeernte per Ochsenkarren in das nächste, größere Dorf transportieren. Da dies alle umliegenden Kaffeebauern taten, gab es in diesem Dorf ein großes Angebot – der Preis, den die Zwischenhändler den Kleinbäuerinnen zahlen wollten sank. Dieses Szenario gehört der Vergangenheit an. Heute erzielen sie einen besseren Preis. In der Folge profitieren auch ihre Kinder, denen sie durch höheres Einkommen wiederum eine bessere Ausbildung ermöglichen können.

Die Honduras Kaffeebohnen aus dem Hochland von Marcala gelten als wahrer Schatz. Dieser biologisch angebaute Arabica Kaffee wird als bester Kaffee Honduras gehandelt und ist bekannt für seine außergewöhnliche Kaffeequalität. Die Kaffeebohnen tragen die Kennzeichnung s.h.g. Diese englische Abkürzung steht für „strictly high grown“ und ist die Bezeichnung für Kaffeeanbau in Regionen zwischen 1.300-1.800 Meter über dem Meeresspiegel. Dies ist ein sehr wichtiges Qualitätsmerkmal, da die Kaffeepflanzen in diesen hohen Lagen nur sehr langsam wachsen. Die Kaffeebohnen bekommen dadurch eine höhere Zelldichte und das Endprodukt ist aromatischer.